Kalenderblatt
11. Februar

Ein Blick aus dem westlichen Dachfenster am Abend

Kalenderblatt vom 11. Februar
“Ein Blick aus dem westlichen Dachfenster am Abend”
“A view from the western roof-light in the evening”
“Una vista por la lumbrera occidental a la tarde”

Acryl, Acrylpaste auf Acrylpapier ca. 15 x 21 cm

Dieses Werk wirkt wie ein verdichteter Augenblick zwischen Tag und Nacht,  ein Moment, in dem sich die Welt noch einmal sammelt, bevor sie in die Stille des Abends sinkt. Aus dem westlichen Dachfenster gesehen, öffnet sich hier kein realistischer Ausblick, sondern eine innere Landschaft, die mehr über Empfinden als über Geografie erzählt. Die glühenden Rot-, Orange- und Goldtöne scheinen den Himmel nicht nur zu färben, sondern ihn regelrecht aufzuladen mit Energie, als würde die untergehende Sonne ihre letzte Kraft in die Materie brennen.

Die Struktur aus Acryl und Acrylpaste verleiht der Oberfläche eine fast geologische Präsenz, wie aufgebrochene Erdschichten, die sichtbar machen, was normalerweise verborgen bleibt. Dadurch entsteht der Eindruck, als blicke man nicht nur nach draußen, sondern zugleich in die Tiefe eines lebendigen Organismus, in dem Hitze, Bewegung und Zeit gespeichert sind. Die dunkleren Zonen wirken wie Schatten vergangener Stunden, während die hellen, leuchtenden Bereiche ein kraftvolles Gegengewicht bilden, ein visuelles Spannungsfeld zwischen Vergänglichkeit und Intensität.

Besonders der helle, fast flüssig wirkende Gelbton im unteren Bereich durchschneidet die Komposition wie ein Strom aus Licht. Er fungiert als Schwelle zwischen Innen und Außen, zwischen Beobachter und Welt, und erinnert an den Moment, in dem der Blick innehält und sich fragt, ob das, was gesehen wird, tatsächlich Landschaft ist oder ein Zustand der Seele. Hier wird Abend nicht als Ende inszeniert, sondern als Verdichtung von Erfahrung, als Übergang, der leise, aber kraftvoll wirkt.

Das kleine Format verstärkt diesen Eindruck zusätzlich: Trotz der kompakten Größe entfaltet sich eine überraschend monumentale Wirkung. Das Bild fühlt sich an wie ein Fenster in ein größeres, unsichtbares Panorama, das jenseits des Rahmens weiterglüht. Genau darin liegt seine Überzeugungskraft, es zeigt nicht einfach einen Abendblick, sondern macht spürbar, wie sich ein Moment anfühlt, wenn Licht, Erinnerung und Wahrnehmung für einen Augenblick zu reiner, brennender Präsenz verschmelzen.

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Kalenderblatt
11. Februar

Der Eingang ist ein Ausgang

Das Kalenderblatt zum 11. Februar
“Der Eingang ist ein Ausgang”
“The entrance is a exit”
“La entrada es una salida”

Aquarell auf Aquarellbütten ca 21 x 15 cm

In diesem zarten, zugleich vielschichtigen Aquarell öffnet sich dem Betrachter kein konkreter Raum, sondern eine Schwelle zwischen Zuständen. Das leuchtende, weich konturierte Rechteck wirkt wie ein stiller Resonanzkörper, nicht als Tür im materiellen Sinn, sondern als Symbol eines Übergangs, der sich eher im Inneren als im Außen vollzieht. Eingebettet in ein vibrierendes Feld aus Blau-, Türkis- und sanften Violettnuancen entsteht der Eindruck eines atmenden Raumes, der nicht begrenzt, sondern einlädt, sich hineinfallen zu lassen.

Der Titel „Der Eingang ist ein Ausgang“ verdichtet diese Erfahrung zu einer paradoxen, beinahe meditativen Erkenntnis: Jeder Schritt nach innen ist zugleich ein Schritt in eine neue Welt hinaus. Das helle Zentrum erscheint wie ein stiller Pol der Orientierung, kein Ziel, das erreicht werden muss, sondern ein Punkt der Bewusstwerdung. Gerade durch seine Unschärfe entfaltet es eine starke Sogwirkung, als würde es sagen: Transformation geschieht nicht durch Bewegung im Raum, sondern durch Veränderung der Wahrnehmung.

Die umgebenden Farbflächen wirken wie Erinnerungs- oder Energiefelder, die sich überlagern, auflösen und neu formieren. Nichts ist hart begrenzt, alles bleibt im Fluss. Dadurch entsteht eine Atmosphäre von Sanftheit, Vertrauen und leiser Initiation. Das Bild spricht weniger in Aussagen als in Zuständen, es führt den Blick nicht, es begleitet ihn. Wer länger verweilt, spürt, dass der vermeintliche „Eingang“ kein Anfang ist, sondern ein Moment des Loslassens, während der „Ausgang“ keine Flucht darstellt, sondern eine Erweiterung des eigenen Bewusstseinsraumes.

So wird das Werk zu einer poetischen Einladung: Jede Schwelle, die wir wahrnehmen, ist in Wahrheit eine Öffnung, und jede Öffnung trägt bereits den Keim eines neuen Weges in sich. Das Bild erinnert daran, dass Übergänge keine Brüche sind, sondern leise Metamorphosen, in denen sich Innen und Außen, Suche und Ankommen, Frage und Antwort unmerklich ineinander verwandeln.

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