Kalenderblatt
26. Oktober

Kalenderblatt 26. Oktober

Das Kalenderblatt zum 26. Oktober

„Innere Schichtung der Zeit“
„Inner Layers of Time“
„Capas Internas del Tiempo“

Acryl und Acrylpaste auf Aquarellbütten ca 15 x 21 cm

Manches bleibt verborgen, obwohl es unmittelbar vor unseren Augen liegt.

Schichten des Inneren führt uns in eine Landschaft, die weder einen bestimmten Ort noch eine bestimmte Zeit erkennen lässt. Rot, Ocker und Gold verdichten sich zu einer vielschichtigen Bildwelt. Farben überlagern sich, brechen auf, verschwinden und treten an anderer Stelle wieder hervor. Spuren werden sichtbar, ohne ihren Ursprung preiszugeben.

Es ist eine Landschaft, die ebenso gut außerhalb wie innerhalb des Menschen existieren könnte.

In den erdigen, beinahe glühenden Farbflächen begegnen sich Vergehen und Entstehen. Dunkle Strukturen scheinen etwas zu bewahren, während helle Partien den Blick in eine andere Tiefe lenken. Nichts ist endgültig abgeschlossen. Alles befindet sich in einem Zustand der Veränderung.

Was zunächst wie eine Ablagerung vergangener Zeit erscheint, kann zugleich der Beginn von etwas Neuem sein.

Vielleicht verhält es sich mit unserem Bewusstsein ähnlich. Erfahrungen hinterlassen Spuren. Vorstellungen, Erinnerungen und Gewohnheiten legen sich übereinander. Sie formen das Bild, das wir von uns selbst und der Welt besitzen. Doch unter diesen Schichten bleibt etwas, das sich unserer gewohnten Wahrnehmung entzieht.

Das Bild gibt darauf keine Antwort. Es eröffnet vielmehr einen Raum, in dem Fragen entstehen können.

Was bleibt, wenn die vertrauten Bilder von uns selbst ihre Bedeutung verlieren? Was kommt zum Vorschein, wenn wir beginnen, die eigenen inneren Schichten zu durchdringen?

Zwischen den Verdichtungen der Materie und dem Aufleuchten der Farbe entsteht eine Spannung, die über das Sichtbare hinausweist.

Vielleicht liegt gerade darin die eigentliche Bewegung dieses Werkes: Nicht in der Suche nach etwas Fernem, sondern in der allmählichen Entdeckung dessen, was längst gegenwärtig ist, ohne von uns erkannt zu werden.

Das Licht wird nicht von außen hinzugefügt. Es scheint aus der Tiefe der Schichten selbst hervorzutreten.

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26. Oktober

Zeitspuren in Ostbayern

Kalenderblatt vom 26. Oktober

„Zeitspuren in Ostbayern“
„Signs of time in East Bavaria“
„Señales del tiempo a Baviera del este“

Acryl, Acrylpaste, Dekopapier auf Aquarellpapier ca. 21 x 15 cm

Landschaften bewahren Erinnerungen. Nicht nur in ihren sichtbaren Formen, sondern auch in dem, was sich über Jahrhunderte abgelagert, verändert und überlagert hat.

In „Zeitspuren in Ostbayern“ begegnen sich Vergangenheit und Gegenwart in einem vielschichtigen Gefüge aus Farben, Strukturen und Bewegungen. Kräftiges Rot, leuchtendes Gelb und tiefes Violett durchdringen einander. Formen entstehen, verlieren ihre Konturen und tauchen an anderer Stelle verändert wieder auf.

Nichts scheint endgültig. Alles befindet sich im Wandel.

Eine goldene, beinahe organisch wirkende Struktur durchzieht das Zentrum des Bildes. Sie erscheint wie ein Fragment, das die Zeiten überdauert hat, eine Spur des Erinnerns inmitten fortwährender Veränderung.

Doch diese Landschaft ist keine Abbildung eines geografischen Ortes. Sie ist vielmehr eine Annäherung an das, was Landschaft in uns hinterlässt: Eindrücke, Erfahrungen, Erinnerungen und Empfindungen, die sich mit der eigenen Lebensgeschichte verbinden.

Die äußere Landschaft wird zur inneren Landschaft.

So erzählt das Bild nicht nur von den Spuren der Zeit in einer bestimmten Region, sondern auch von den Spuren, die das Leben im Menschen hinterlässt. Von dem, was vergeht, was sich verwandelt und was trotz aller Veränderungen gegenwärtig bleibt.

„Zeitspuren in Ostbayern“ ist eine malerische Auseinandersetzung mit Erinnerung, Vergänglichkeit und dem fortwährenden Werden.

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