Kalenderblatt
10. Februar

Kalenderblatt zum 10. Februar

Das Kalenderblatt zum 10. Februar
“Wenn innere Mächte Form im Chaos suchen”
“When Inner Forces Seek Fo
rm in Chaos”
“Cuando fuerzas interiores buscan forma en el caos”

Acryl und Acrylpaste auf Aquarellbütten ca 15 x 21 cm

Dieses Bild ist kein stilles Objekt, es ist ein Ereignis.
Es zeigt den Moment, in dem Ordnung noch nicht gewonnen ist, aber das Chaos seine Alleinherrschaft verloren hat. Alles befindet sich im Übergang: Farben drängen, schieben, reiben sich aneinander, als würden innere Kräfte erstmals den Mut fassen, sichtbar zu werden. Nichts ist dekorativ, nichts beiläufig. Jede Spur wirkt notwendig.

Die aufgerichteten Formen, nur andeutungsweise figürlich, niemals eindeutig, erscheinen wie Gestalten im Werden, hervorgebracht aus einem brodelnden Grund. Sie stehen nicht ruhig; sie behaupten sich. Man spürt Widerstand, Druck, Gegenzug. Form entsteht hier nicht aus Harmonie, sondern aus Konflikt. Aus dem Ringen gegensätzlicher Bewegungen wächst Präsenz.

Der obere Bildraum öffnet sich wie ein mythischer Horizont: eine Grenze zwischen Bekanntem und Unbekanntem. Darunter ballt sich das Geschehen. Schichtung über Schichtung legt Zeugnis ab von Zeit, Erinnerung und innerer Verdichtung. Acrylpaste wird zur geologischen Spur, Farbe zur gespeicherten Erfahrung. Nichts wird ausgelöscht, alles bleibt wirksam.

Symbolisch gelesen erzählt das Bild von inneren Mächten, die lange im Ungeformten verborgen waren und nun nach Gestalt verlangen. Nicht, um abgeschlossen zu sein, sondern um erkennbar zu werden. Es ist der Augenblick, in dem das Innere sagt: Jetzt. Jetzt trete ich hervor. Jetzt nehme ich Raum ein.

Die Spannung zwischen Bewegung und Aufrichtung verleiht dem Werk seine emotionale Wucht. Es geht um Identität im Entstehen, um den Mut, sich aus dem Chaos heraus zu zeigen, fragmentarisch, widersprüchlich, aber echt. Das Bild lädt nicht zur schnellen Deutung ein. Es fordert Beziehung. Wer hinsieht, wird Teil dieses Suchprozesses.

Am Ende bleibt ein starkes Gefühl: Form ist kein Zustand, sondern ein Akt. Und dieses Bild hält genau diesen Akt fest, den Moment, in dem innere Kräfte beginnen, sich selbst zu glauben.

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10. Februar

Das Indischgelb durchbricht das Grau und dynamisiert das Violett.

Das Kalenderblatt zum 10. Februar
“Das Indischgelb durchbricht das Grau und dynamisiert das Violett.”
“The cobalt yellow breaks through the grey and dynamises the violet.”
“Amarillo indio rompe el gris y dinamiza el violeta”

Aquarell auf Aquarellbütten ca 15 x 21 cm

Dieses Aquarell wirkt wie ein elementarer Spannungsraum, in dem sich innere Zustände nicht beschreiben, sondern ereignen. Das Bild spricht nicht leise, es vibriert. Drei horizontale Farbfelder, klar voneinander getrennt und doch unauflöslich miteinander verbunden, erzählen von Übergang, Durchbruch und Transformation.

Oben liegt das Grau: kühl, weit, atmend. Es ist kein totes Grau, sondern ein bewegtes Schweigen, durchzogen von Wasserläufen und feinen Strukturen. Hier wohnt das Unbestimmte, das Zögern, vielleicht auch das kollektive Gewicht des Ungesagten. Das Grau hält inne, es spannt den Raum auf für das, was kommen will.

Dann geschieht der Bruch. Indischgelb tritt ein wie ein Ereignis. Nicht dekorativ, nicht gefällig, sondern konsequent. Dieses Gelb ist Licht mit Haltung. Es durchschneidet das Grau, ohne es zu verleugnen, und setzt einen Akt der Entscheidung. Hier wird Energie freigesetzt, hier wird Wärme spürbar. Das Gelb ist Bewusstsein, Klarheit, ein inneres Ja, das sich nicht mehr zurücknimmt.

Darunter öffnet sich das Violett, tief, satt, geheimnisvoll. Es ist ein Feld der Verwandlung, emotional aufgeladen, fast körperlich. Das zuvor gesetzte Gelb hat dieses Violett in Bewegung versetzt, hat ihm Richtung und Puls gegeben. Was unten lag wie ein schlafender Grund, beginnt nun zu strömen. Das Violett erzählt von Tiefe, von innerer Wahrheit, von jener Zone, in der Gegensätze nicht mehr kämpfen, sondern verschmelzen.

In seiner Gesamtheit ist dieses Bild eine visuelle Metapher für innere Alchemie. Es zeigt, wie ein einziger bewusster Impuls ausreicht, um Schwere zu durchlichten und Tiefe zu aktivieren. Dieses Aquarell will nicht gefallen, es will wirken. Es lädt den Betrachtenden ein, den eigenen inneren Übergang zu spüren: vom Unklaren ins Klare, vom Stillstand in die Bewegung, vom Denken ins Erleben.

Ein Bild wie ein innerer Sonnenaufgang, reduziert, kraftvoll, unausweichlich.

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