Kalenderblatt
14. August

Sommerabend - Biergarten - Bayern - Prost!

Kalenderblatt vom 14. August
„Sommerabend – Biergarten – Bayern – Prost!“
„Summery evening – beer garden – Bavaria – Cheers!“
 „Tarde estival – jardin de cerveza – Baviera – ¡Salud!“

Acryl, Acrylpaste auf Aquarellbütten ca. 21 x 15 cm

„Ein Sommerabend braucht keine vielen Worte. Er braucht Farbe.“

In diesem Bild interessiert mich nicht, ob ein Stuhl genau so aussieht, wie er dort steht. Mich interessiert, was von diesem Stuhl bleibt, wenn ich die Augen schließe. Dann wird er dunkel, schwer, beinahe schwarz. Er wird zu einer Form, die sich gegen das leuchtende Rot behauptet.

Das Rot und Orange tragen den Abend. Sie erzählen von Wärme, von einem langen Tag, dessen Hitze noch in den Mauern und im Boden steckt. Man meint beinahe, diese Wärme körperlich zu spüren. Dagegen steht das Grün des Baumes, dicht und lebendig, als hätte sich der ganze Sommer in seiner Krone gesammelt.

Stuhl, Tisch und Baum sind keine sorgfältig beschriebenen Gegenstände. Sie sind Zeichen eines Ortes. Und vielleicht braucht es gar keine Menschen im Bild, um von Menschen zu erzählen.

Gerade der leere Stuhl macht ihre Anwesenheit spürbar.

Jemand saß dort.

Vielleicht steht noch ein Glas auf dem Tisch. Vielleicht hört man Stimmen vom Nachbartisch, ein Lachen, das Klirren von Gläsern. Vielleicht ist jemand nur für einen Augenblick aufgestanden. Das Bild erzählt nicht, was geschehen ist. Es lässt den Betrachter seine eigene Erinnerung hineinsetzen.

Und darin liegt für mich seine besondere Stärke.

Denn ein bayerischer Biergarten ist nicht nur ein Ort. Er kann zu einem Lebensgefühl werden: draußen sitzen, die Wärme des Abends spüren, miteinander reden, schweigen, trinken und für eine Weile nichts anderes verlangen als diesen Augenblick.

Die kräftigen schwarzen Linien halten diese flüchtige Welt zusammen. Sie geben den leuchtenden Farben Widerstand. Farbe braucht Form, und Form braucht Farbe. Erst aus ihrer Spannung entsteht das Bild.

Der Titel „Sommerabend – Biergarten – Bayern – Prost!“ nimmt sich dabei angenehm wenig wichtig. Er versucht nicht, aus einem einfachen Augenblick ein großes Welträtsel zu machen. Das gefällt mir.

Denn manchmal liegt das Wesentliche tatsächlich in einem leeren Stuhl unter einem Baum, in der Wärme eines roten Abends und in der Erwartung, dass gleich jemand sein Glas hebt.

Prost auf den Sommer. Und auf die Farbe, die von ihm bleibt, wenn der Abend längst vergangen ist.

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Kalenderblatt
14. August

Meeresrauschen

Das Kalenderblatt zum 14. August
“Meeresrauschen”

“Crashing seas”
“El murmullo del mar”
Acryl und Acrylpaste auf Aquarellbütten ca 15 x 21 cm
      

„Meeresrauschen“ – wenn Stille eine Stimme bekommt

Manchmal ist es nicht der Lärm der Welt, der uns bewegt, sondern das Flüstern zwischen den Wellen.

In „Meeresrauschen“ werden die intensiven Blautöne zu Strömungen. Sie ziehen den Blick hinein, lassen ihn treiben, auftauchen und wieder verschwinden. Die weißen, aufgebrochenen Strukturen wirken wie Gischt, Licht und Atempausen zwischen zwei Wellen.

Und mitten in diesem beinahe grenzenlosen Blau erscheinen plötzlich Gelb und Rot. Kleine Signale des Lebens. Vielleicht Bojen, vielleicht Erinnerungen, vielleicht nur jene unerwarteten Augenblicke, die auftauchen, wenn wir lange genug aufs Meer schauen.

Das Bild erzählt nicht vom Meer als Landschaft. Es erzählt vom Meer als innerem Zustand.

Von Weite.
Von Bewegung und Stille.
Von Erinnerungen, die kommen und gehen.
Von der Sehnsucht, für einen Augenblick einfach treiben zu dürfen.

„Meeresrauschen“ ist ein Resonanzraum. Wer davorsteht, hört vielleicht irgendwann nicht mehr nur das Meer, sondern etwas in sich selbst.

Ein Original für Menschen, die in der Kunst nicht nur Dekoration suchen, sondern Tiefe, Weite und einen Ort zum Innehalten.

Ein Bild. Ein Rauschen. Ein Stück innere Weite.

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