Kalenderblatt
24. August

Wird sie im Meer versinken?

Das Kalenderblatt zum 24. August
“Wird sie im Meer versinken? ”
“Will she sink into the sea?”
“¿Se sumergirá en el mar?”

Acryl, Glitter und Acrylpaste auf Aquarellbütten ca 15 x 21 cm

Über einer bewegten, dunkelblauen Zone schichtet sich ein leuchtender Bildraum aus Orange, Rot, Gelb und Violett. Die Farben wirken wie aufgewühltes Wasser, wie Wolken, Hitze oder ein Himmel kurz vor dem Umschlag.

Links vor diesem intensiven Hintergrund schwebt eine große goldene Kreisform. Ihre Oberfläche ist nicht glatt. Sie ist von Spuren, kleinen Unregelmäßigkeiten und Materialschichten durchzogen. Dadurch erscheint sie zugleich massiv und verletzlich.

Ist sie Sonne, Mond, Ballon oder ein fremder Körper über dem Meer?

Der Titel stellt eine einfache, aber offene Frage: „Wird sie im Meer versinken?“ Doch das Bild gibt keine Antwort. Die goldene Form scheint schwer genug, um zu fallen – und zugleich so hell, dass sie sich dem Untergang entziehen könnte.

Im unteren Bereich verdichten sich Blau, Schwarz und helle Farbreste zu einer unruhigen Fläche. Sie kann als Meer gelesen werden, aber auch als Grenze: als der Bereich, in dem sich das Bild verdunkelt, abkühlt und Widerstand entwickelt. Darüber brennt das Rot-Orange in breiten, pastosen Schichten.

Oben Glut. Unten Tiefe. Dazwischen ein ungewisser Augenblick.

Glitter und Acrylpaste verändern die Wirkung je nach Licht. Einzelne Partien leuchten auf, andere bleiben rau und schwer. So wird die Oberfläche selbst Teil der Frage: Nichts ist vollkommen festgelegt, alles scheint in Bewegung zu bleiben.

Vielleicht erzählt das Bild nicht vom Versinken, sondern von dem Moment davor. Von einer Schwebe zwischen Halt und Verlust, zwischen Leuchten und Dunkelheit.

Und vielleicht ist die goldene Sphäre gerade deshalb so eindringlich: Sie bleibt sichtbar, obwohl um sie herum alles in Aufruhr geraten ist.

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Kalenderblatt
24. August

Kalenderblatt 24. August

Das Kalenderblatt zum 24. August

„Wo der Tag beginnt, zerfällt die Nacht in Blüten“
„Where the Day Begins, the Night Dissolves into Blossoms“
„Donde empieza el día, la noche se disuelve en flores“

Aquarell und Acrylpaste auf Aquarellbütten ca 15 x 21 cm

Am linken Bildrand verdichtet sich eine leuchtende Form aus Rot, Orange, Gelb und Weiß. Sie erinnert an eine Blüte, an eine Sonne oder an einen Ausbruch von Licht. Von ihr aus setzt sich eine Bewegung über das ganze Blatt fort.

Rote, rosafarbene, goldene und graublaue Spuren verteilen sich in kleinen Gruppen über den hellen Grund. Manche wirken wie Blütenblätter, andere wie Funken, Wolkenreste oder Zeichen auf einer unbekannten Fläche.

Der Tag beginnt hier nicht plötzlich. Er breitet sich aus.

Das Bild zeigt keinen klaren Horizont zwischen Nacht und Morgen. Dunklere Farbreste mischen sich noch unter das Gelb und Orange. Die Nacht ist nicht einfach verschwunden; sie zerfällt, löst sich auf und wird Teil des neuen Lichts.

Gerade darin liegt die Kraft des Titels:
„Wo der Tag beginnt, zerfällt die Nacht in Blüten.“

Die Nacht wird nicht als bloße Dunkelheit dargestellt. Sie hinterlässt Spuren, Farbe und Bewegung. Aus ihr entstehen jene kleinen Formen, die über das Bildfeld tanzen – als wäre im Vergehen bereits etwas Neues angelegt.

Im unteren Bereich liegt eine ruhigere, hellere Zone. Sie kann an Erde, Nebel oder eine weite Landschaft im ersten Morgenlicht erinnern. Darüber schwebt die Farbbewegung wie ein Feld aus Blüten, Erinnerungen oder aufgewirbelten Partikeln.

Ist die große Form links eine Blume? Eine aufgehende Sonne? Oder der Augenblick selbst, in dem sich die Dunkelheit verwandelt?

Das Bild gibt darauf keine feste Antwort. Es hält vielmehr diesen Übergang fest: den Moment, in dem die Nacht noch spürbar ist, aber das Licht bereits begonnen hat, den Raum zu verändern.

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